14.05.2011
Reisetagebuch Rom – Tag 1: Hello, we have the Roma Pass!

Manchmal muss man sich zur Ruhe zwingen. So stand letzte Woche endlich mal wieder ein Urlaub an, wenn auch ein eher kurzer. Eine Städtereise sollte es sein. Meine Freundin wollte als Studentin der Kunstgeschichte einige Museen abklappern, mich als Fotograf reizen generell Architektur, Flair und Stimmung einer Stadt. Klare Sache – auf nach Rom! In den nächsten Artikeln möchte ich gerne unseren Kurztrip in Form eines bebilderten Reisetagebuches schildern.

Los geht’s mit dem ersten Tag, besser gesagt dem ersten halben Tag. Unser Flug wurde leider verschoben, so dass wir erst gegen 16 Uhr in Rom landeten. Mit dem Leonardo Express, welcher halbstündlich zwischen dem Flughafen Rom Fiumicino und dem Hauptbahnhof Rom Termini verkehrt, fuhren wir anschliessend direkt ins Stadtzentrum. 14 Euro kostet der Spaß. Naja, immerhin wird man bequem in 30 Minuten ans Ziel befördert. Und immernoch günstiger als ein Taxi, welches eine Pauschale von 40 Euro berechnet.

Startschwierigkeiten? Ja bitte!

Für uns beide war es die erste Reise nach Rom, natürlich ließen wir dementsprechend kein Fettnäpchen aus. So mussten wir uns direkt am Flughafenbahnhof von einem Mitarbeiter helfen lassen, da wir erstmal mit der Verwenung unseres Roma Pass als Fahrkahrte überfordert waren (“Hello, we have the Roma Pass!”). Besagter Pass ist übrigens keine schlechte Sache. Für 30 Euro kann man drei Tage lang sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel in ganz Rom benutzen, ausserdem erhält man freien und bevorzugten Eintritt zu zwei beliebigen Museen in Rom, sowie eine Ermäßigung auf alle anderen Museen. Würde ich im Nachhinein jedem Kulturinteressierten raten.

So, zurück zu den Fettnäpfchen. in Termini angekommen nahmen wir natürlich erstmal den falschen Ausgang, weswegen wir dann mitsamt Gepäck nach gut 40 Minuten unser Hotel erreichten. Selbiges liegt übrigens lediglich 5 Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Immerhin konnten wir so gleich mal das asiatische Viertel Roms besichtigen.

“Oh Gott, damit fahren wir nicht!”

Meine Freundin hatte mit ihrem vollgestopften Koffer deutlich mehr unter der unplanmäßigen Wanderung zu leiden als ich. Hauptsache den halben Kleiderschrank dabei. Nach dem Check-In im Hotel Stella wuchtete ich höchst misstrauisch unser Gepäck in den alten Bremsfahrstuhl, welcher uns dann trotz verdächtiger Quietschgeräusche zuverlässig in den fünften Stock hievte.

Das Hotel an sich war zwar keine Luxusabsteige, aber dennoch vollkommen in Ordnung. Nettes Personal, rustikales, einfaches Flair, zentrale, aber angenehm ruhige Lage. Unser Zimmer war recht klein, dennoch war alles nötige vorhanden. Lediglich die Toilettenspülung sollte uns in den kommenden Tagen auf Trab halten, da sie scheinbar nur nach Lust und Laune funktionierte. Um den ausklingenden Tag noch ein wenig zu nutzen, haben wir fix das nötigste zusammengepackt und sind mit Stadtplan und Kamera ausgerüstet ein wenig durch die umliegenden Blocks geschlendert.

Kleine App-Empfehlung

Neben dem Stadtplan hatte ich auch eine, wie sich zeigen sollte, ziemlich geniale App dabei. “Rome2go” beinhaltet eine komplette, detaillierte Karte vom Stadtzentrum Roms, sowie die Wikipediaeinträge zu so ziemlich allen Sehenswürdigkeiten und sonstigen Einrichtungen oder Points of Interest. Per GPS lässt sich der eigene Standpunkt exakt bestimmen. Das geniale daran: Das ganze funktioniert komplett ohne Internetverbindung, man ist also unabhängig von hohen Roamingkosten. Die App gibt’s meines Wissens nach für die meisten europäischen Großstädte. 79 Cent kostet der Spaß.

Erste Eindrücke

Trotz fortgeschrittener Tageszeit war es noch angenehm mild draussen. Recht laut war es auf den Strassen, unglaublich viel Verkehr, und mindestens genauso viele Touristen prägen auch zu später Stunde das Stadtbild. Europäische Großstadt eben. Kennt man ja eigentlich. Stört aber nicht wirklich, und wenn, dann auch nur tagsüber, während einer Tour durch die Stadt. Dazu aber mehr in den nächsten Tagen. An diesem Abend wollten wir, schon ziemlich geplättet von den Strapazen des Tages, lediglich noch ein wenig das italienische Flair einatmen und gut zu Abend essen, was bei den unzähligen, gemütlichen Strassenlokalen kein Problem war. Danach habe ich im Hotel noch ein wenig die Route für den nächsten Tag studiert, während im Hintergrund ein paar Velinas zu schlechter poppiger Musik herumhampelten. So, genung jetzt. Licht aus.

Hab’ ich was verpasst?

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