25.05.2011
Reisetagebuch Rom – Tag 4: Einmal im Kreis

Tag 4 in Rom. Heute besichtigten wir den Vatikan. Petersdom, vatikanische Museen sowie sixtinische Kapelle standen auf dem Plan. Abends ging’s mal wieder Richtung Kolosseum um noch ein wenig die nächtliche Stimmung festzuhalten.

Immernoch kein Bierschinken. Naja, die kleinen Päckchen Marmelade und Honig taten’s auch. Ziemlich zeitig packten wir also unser Zeug zusammen und trampten mit unserem Sightseeingbus zum Vatikan.

Einmal mit Anstehen bitte!

Obwohl wochentags, so herrschte doch ein unglaublicher Touristenverkehr am Busbahnhof des Vatikan. Nachdem wir uns also durch die Menschenmassen und vorbei an den vielen Bussen gekämpft hatten, standen wir mitten auf dem Petersplatz. Ziemlich beeindruckend muss ich sagen, unglaublich weitläufig ausgelegt repräsentiert der Petersplatz samt Dom einen angemessenen Hauptsitz des Kirchenstaats. Ausserdem noch mehr Platz für Touristen.

Wir reihten uns also gleich mal hinten in der Schlange, welche übrigens ein schönes Oval rings um fast den gesamten Platz beschrieb, ein und vertrieben uns ein wenig die Zeit. Glücklicherweise dauerte die Warterei kürzer als gedacht, so dass wir nach etwa 30 Minuten durch die Kontrollen und zum Infopoint gelangten. Zwar ist der Eintritt in die Peterskirche generell kostenlos, aber da meine Freundin, wie ganz am Anfang mal erwähnt, Kunstgeschichte studiert, entschieden wir uns für eine zweistündige Führung in deutscher Sprache.

Ich persönlich bin zwar nicht gerade ein Fanboy des Katholizismus, dennoch war ein geführter Rundgang die richtige Wahl. Wir haben allerlei Interessantes rund um die Architektur, Kunstgeschichte und Historie des Vatikans erfahren. Nebenbei habe ich mal spontan ein paar Touristen beim fotografieren fotografiert, erschien mir irgendwie interessanter als die typischen religiösen Motive. Für die war ja meine Freundin zuständig :).

Anschließend erreichten wir nach einem kurzen Fußmarsch die vatikanischen Museen. Ich habe hier allerdings auf meine Ausrüstung verzichtet und selbige am Eingang abgegeben. Stattdessen knipsten wir ein wenig mit der kleinen Kompakten meiner Freundin. Auch hier muss ich sagen: Sehr interessant, Kulturjunkies kommen hier auf ihre Kosten. Für meinen Geschmack war der Tourismus aber zuviel des Guten und hat sich ziemlich negativ auf die Stimmung ausgewirkt. Man stelle sich die sixtinische Kapelle vor, kunsthistorisch gesehen wohl einer der beeindrucksten Orte der Neuzeit, vollgestopft mit Touristen. Nichts für Menschen mit Platzangst. Oder mich.

You need a tripod?

Heute sind wir wirklich viel gelaufen, weswegen wir uns erstmal ein Nickerchen im Hotel genehmigten. Abends wollte ich aber unbedingt noch mal raus um wenigstens ein paar Nachtaufnahmen zu machen. So fuhren wir mal wieder mit der Metro zum Kolosseum und spazierten entlang der Via dei Fori Imperiali bis zum Piazza Venezia. Angehem ruhig war es endlich mal auf den Straßen, ein richtiger Gegensatz zum hektischen Treiben des Tages. Lediglich die vielen Straßenverkäufer machten keine Pause und versuchten mir ständig ein “richtig tolles” Stativ anzudrehen. Ich lehnte dankend ab :). Gegen Mitternacht waren wir dann wieder am Hotel und nach ein wenig italienischem Musikfernsehen war für uns der lange Tag zu Ende.

Wem das bis hierher nun alles zu modern war, der sei beruhigt. Am kommenden fünftem Tag, dem letzten unsers Trips, habe ich ausschließlich mit Film fotografiert, selbigen muss ich allerdings noch entwickeln.

Hab’ ich was verpasst?

Reisetagebuch Rom – Tag 3: Entspannung pur!

4 Comments

  • hey das tagebuch ist echt interessant geworden.die bilder sind echt schoen.

  • na da bin ich ja gespannt. 🙂

  • Raul says:

    Die sixtinische Kapelle war für mich auch eine große Enttäuschung. Kein Ort, wo ich unbedingt nochmal hingehen würde. 😀
    Mit Abstand am meisten mussten wir vor den vatikanischen Museen warten. Es waren sicherlich mehr als 2 Stunden…

  • Markus says:

    Noch mehr schöne Eindrücke, danke für’s zeigen! Was ich auch sehr bewundere ist, dass du deine (digitale) Ausrüstung auf ein UWW und eine FB reduziert hast… ähnliches hätte ich beim nächsten Urlaub auch vor, um nicht so viel sinnloses Zeug zu knipsen wie mit meinem Suppenhuhn 😉

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