Reisetagebuch Rom – Tag 5: Analoge Eindrücke / Das ist aber günstig hier!

Mittlerweile habe ich die beiden Filme entwickelt, die ich an unserem fünften und letzten Tag in Rom belichtet hatte. Einer davon ist leider schon deutlich von seinem Alter gezeichnet, was der Stimmung um Glück wenig Abbruch tut. Heute gibt’s ausschließlich analoges Material. Hier kommt der fünfte Tag in Rom.

Mittlerweile hatte ich mich mit dem eklig-süßen Frühstück einigermaßen arrangiert, aber vermisst habe ich ein herzhaftes Stück Stadtwurst dennoch. Fix ein Brötchen eingeschoben, danach noch die restlichen Sachen zusammengepackt. Heute war Tag der Abreise, weswegen wir auch schon um 11 Uhr auschecken mussten. Schade eigentlich, gerne hätte ich noch ein paar Tage hier verbracht. Zum Glück ist aber meine Planung aufgegangen, so dass wir schon alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklappert hatten. Nachdem unser Flug erst gegen Abend ging, hatten wir noch ein wenig Zeit, gemütlich durch die Innenstadt zu schlendern und mit dem Touristenstrom zu einigen interessanten Orten zu schwimmen.

Erschwingliches am Piazza di Navona

Nach dem Auschecken konnten wir praktischerweise unser Gepäck den Tag über noch an der Hotelrezeption deponieren, weswegen ich gleich mal die Gelegenheit nutzte um komplett ohne Ausrüstung loszuziehen. Lediglich die kleine Bessa R und einen Reservefilm hatte ich dabei. Der bereits geladene Agfa IFF war ursprünglich zum Experimentieren gedacht, allerdings eben schon teilweise belichtet, weswegen ich ihn kurzerhand noch verknipst habe. Leider hinterließ das Alter des Films schon deutliche Spuren, was sich in Form gesprenkelter dunkler Punkte bemerkbar machte. Hier hat sich wohl die Emulsion des Filmes schon verabschiedet. Wenn ich allerdings bedenke, dass der Film bereits 1972 ablief, sind die Resultate ganz in Ordnung :).

Zurück nach Rom. Wir fuhren also Richtung Stadtzentrum, um einfach mal der Nase nach zu spazieren. Nachdem wir Roms berühmtesten Brunnen, den Fontana di Trevi, besichtigt hatten, schlenderten wir durch die engen, dennoch gemütlichen Gassen weiter Richtung Pantheon. Ein Reiseführer war heute eigentlich gar nicht vonnöten. Einerseits sind Sehenswürdigkeiten für Touristen wirklich übersichtlich ausgeschildert, andererseits braucht man eigentlich nur den Unmengen an Touristen zu folgen, welche sich wie ein Haufen Zombies von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten schleppen.

Mittlerweile war es schon früher Nachmittag, Zeit für eine Stärkung also. Freilich war ich über die horrenden Preise der Cafes in direkter Umgebung beliebter Attraktionen informiert. Allerdings war mir das an diesem unserem letzten Tag mal herzlichst egal, weswegen wir uns erstmal ein gemütliches Mittagessen direkt am Piazza di Navona genehmigten. Eine Dose Cola 7 Euro, passt. Dazu noch schön Antipasti und jeder eine Pizza eingeschoben, schon waren 70 Flocken dahin. Aber das war’s mir wert, einfach mal den Kopf ausschalten.

Heimweh

So, das war es eigentlich auch schon, der Rest war Routine. Zug von Termini zum Flughafen, zügig eingecheckt und noch ein wenig am Gate gelungert, bevor es in den Sonnenuntergang hinein gen Heimat ging. Der Trip war wirklich klasse, und ich würde ihn auf jeden Fall wieder so machen. Viel gesehen und erlebt haben wir, und verdientermaßen dem Alltag mal ein wenig den Rücken gekehrt.

Hab’ ich was verpasst?

Reisetagebuch Rom – Tag 4: Einmal im Kreis!

Noch mehr Städtetrips?

Anbei möchte ich noch kurz auf einen mindestens ebenso faszinierenden Reisebericht von Barcelona und Lissabon drüben bei Markus’ Blog hinweisen. Auf jeden Fall sehenswert!

Barcelona & Lissabon (Teil 1)

Barcelona & Lissabon (Teil 2)

Kommentare

Markus sagt:

Hey Seb, gerade habe ich deine analogen Eindrücke genossen und bei den Flughafenbildern schon wieder vom nächsten Trip geträumt, da fallen mir plötzlich die beiden Links auf meinen Bericht auf…. vielen lieben Dank dafür, ist das erste Mal dass mein Blog irgendwo erwähnt wird 🙂

Raul sagt:

Wenn man sich Rom anschaut, dann denkt man sich sowieso die ganze Zeit: Moderne trifft Antike. Vor allem deine analoge Fotografie verstärkt diesen Eindruck gewaltig. Hier und da gibt’s ein paar Fotos, die nur die Sehenswürdigkeiten zeigen, sodass man gar nicht wirklich sagen kann, aus welchem Zeitalter sie stammen. Dann kommen jedoch die Fotos vom Flughafen, Flugzeug, vom Touristengewimmel und vom Verkehrschaos, die sowas von typisch unsere Zeit beschreiben! Einfach klasse! 😀

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