Re: Blogparade: Euer bestes Foto 2011

Und alle springen. Vor ein paar Tagen rief Martin dazu auf, die besten Bilder des ausklingenden Jahres zusammenzutragen. Ich machte mich also daran, mein Fotoarchiv zu durchforsten, als mir so langsam ein paar Zweifel kamen.

Natürlich ist die Aktion gut. Unbekannte Fotografen, Blogs und deren Werke bekommen quasi eine Plattform, man kann mal ganz bequem einen Blick über den Tellerrand hinaus wagen. Auch klar, die Aktion wie geschehen zu titulieren.
Je mehr ich allerdings stöberte, desto unklarer wurde mir, was ich überhaupt suche. Mein “bestes” Bild, was ist das eigentlich? Das technisch perfekteste? Das mit der ausgefallensten Location oder den interessantesten Menschen? Das, welches am meisten Information transportiert? Oder war es Emotion?

So würde man wohl denken, ginge es um ein Bild, welches allgemein Anklang finden soll. Nicht weniger interessant und schwierig ist, wie hier, die Entscheidung um einen persönlichen Favoriten. Quasi nach dem Motto: “Scheissegal was die anderen denken, mir gefällts”. Tolles Motto. Problem dabei: Mir gefallen eigentlich die meisten meiner Bilder. Ich bin kein Auftragsfotograf, ich mache meist aus dem Bauch heraus Fotos und setze oft spontane, subjektive Empfindungen mit Hilfe der Kamera um. Hieraus ein “bestes” Bild zu wählen fällt mir schwer. Ich denke, diesem Thema widme ich mal einen eigenen Artikel, in welchem ich meine wirren Gedanken unkontrolliert freilasse.

Nun aber trotzdem mal zu den Bildern. Ich sage “Bildern”, weil ich mich partout nicht festlegen kann und will. So viele Locations, Menschen, Situationen, Kameras, Filme, Ideen, Missgeschicke und Glücksfälle, wie soll ich das auf ein JPG herunterbrechen? Allerdings gibt es da im Fundus ein paar Bilder bzw. Serien, die für mich persönlich einen unglaublichen emotionalen Wert haben. Diese seien für diese Aktion mal als “beste” deklariert. Martin, nimm das erste.

Absolute Stille auf der Müritz

Dieses Bild habe ich bereits veröffentlicht, nämlich hier als Teil einer kleinen Serie. Auch jetzt noch bin ich gefesselt von der Stille, die an diesem Abend im Yachthafen Rechlin herrschte. Unglaublich beruhigend und vertraut. Erinnerungen an einen abenteuerlichen Urlaub mit wunderbaren Menschen.

Mein Herz lacht

…als ich dieses Bild, welches eigentlich als Teil einer Serie gedacht ist, aufnehme. Wir befinden uns wieder auf der Müritz, jedoch wirklich nur sehr knapp darüber. Ich halte die Kamera auf die Wasserkante und drücke ein paar Mal ab. Ein Artikel dazu mit weiteren Bildern der Serie folgt in den nächsten Tagen.

Strangers in Rome

Dieses Bild is schon ein paar Monate alt und entstand während unseres Kurzurlaubs in Rom. Wir hatten uns gerade eines dieser Hop-On-Hop-Off-Bustickets gekauft und erkundeten die Stadt. Natürlich saßen wir im offenen Doppeldecker oben, der frische Wind bließ mir um die Ohren und die saftigen Zweige der Bäume am Straßenrand klatschten mit das ein oder andere Mal ins Gesicht. Jedenfalls, ich gucke immer mal wieder in die abzweigenden Straßen, es herrscht gerade tolles Licht. Ich sehen einen Passanten und schieße. Wer braucht schon Kameraeinstellungen? Das Bild erinnert mich also einerseits an einen schönen, interessanten, auch kulturell wertvollen Trip mit der Liebsten, andererseits an das Quäntchen Glück, dass oftmals ein gewöhnliches Bild zu einem außergewöhnlichen macht.

Kommentare

Bernd sagt:

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klimmpics sagt:

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ach1m sagt:

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Marc vm sagt:

Die beiden ersten finde ich klasse.

Sebastian sagt:

Jetzt ist das dritte beleidigt.

Marc vm sagt:

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