13.12.2011
Wildpark Hundshaupten #2

Mal wieder ein Gastartikel von Chris.

Hallo an alle Hobbyfotografen und die, die es noch gerne werden wollen.
Basti hat bereits seine Bilder zu unserem Ausflug in den Wildpark Hundshaupten gepostet. Nun will auch ich einen Teil meiner “Ausbeute” zeigen, der quer über den Park verteilt entstand. Deswegen gibt es alle möglichen Tiere zu sehen, sowie ein paar Herbsteindrücke.

Zunächst haben wir ein paar Gehege der Hängebauchschweine, Wildschweine und Fische passiert. Schlechtes Licht und nicht gerade attraktive Motive animieren nicht gerade zum Innehalten. Den ersten Stopp machten wir bei den Pferden und Eseln, welche zusammen, in einem weniger ansehnlichem Gehege, gehalten werden. Meiner Meinung nach sahen die Tiere aber nicht besonders glücklich aus, was bei dem größtenteils betonierten Gehege, welches durch die für die Jahreszeit typisch tief stehende Sonne, nicht mal hell war, nicht weiter verwundert. Also versuchte ich den traurigen Eindruck eines Esels darzustellen, ohne die umliegende Betonlandschaft sichtbar zu werden zu lassen. Dank Blende f/2.8 aus technischer Sicht kein Problem.

Als Kind war ich relativ oft im Wildpark Hundshaupten und erinnere mich gut an die Greifvogelschau. Die Greifvögel interessierten und begeisterten mich schon immer. Also machten wir uns auf den Weg, welcher ein Stück einen Hügel hinauf führt. Mehr als ein paar Details gab es zunächst nicht zu sehen.

Oben angekommen war die Enttäuschung relativ groß, keiner der Greifvögel oder Eulen war da. Vermutlich gibt es die nur sonntags zur Flugshow zu sehen. Normalerweise kann man die Vögel aus etwa 2 Meter Abstand ohne davor oder dahinter liegende Gitter oder Absperrungen, fotografieren. Das muss unbedingt noch nachgeholt werden.
Dafür entdeckten wir darauf ein Rehrudel, welches sich im Wildpark völlig frei bewegen konnte. Leider waren diese Tiere relativ scheu und man konnte sich nur maximal 10 bis 12 Meter nähern. Da ich mein Teleobjektiv gerade widerwillig am Bajonett von Basti’s Einsteigerkamera hing, musste ich mit dem 70 – 200 f/4 L vorlieb nehmen. Mit einer relativ kurzen Belichtungszeit gelingen auch ohne Bildstabilisator scharfe Bilder. Ein besserer Fotograf hätte vermutlich ein Stativ verwendet.

Danach machten wir uns weiter auf den Weg in Richtung des neuen, noch nicht fertiggestellten, Wolfsgeheges. Auch hier waren wieder einige Herbsteindrücke am Wegrand zu sehen:

Nach einer Weile trafen wir auf ein weiteres Rehrudel, welches nicht annähernd so scheu wie das Erste war. Die Tiere konnte man sogar streicheln, vermutlich, weil sie sich etwas Futter erhofft hatten. Leider waren relativ viele Menschen dabei und wollten “auch mal streicheln”. Dadurch war das Verhalten der Rehe relativ schwierig vorauszusehen, da sie immer wieder verschreckt wurden oder sich jemand zwischen Kamera und Motiv stellte.

Danach führte uns der Weg weiter zum Wolfsgehege. Dieses war doch schon relativ weit fortgeschritten, nur leider gab es keine Wölfe zu sehen. Ich denke spätestens im kommenden Frühling werde ich da einige Bilder nachliefern können. Dafür war das Luchsgehege, von welchem ich bisher noch gar nichts ahnte, fertiggestellt, in dem es bereits drei der wunderschönen Raubkatzen zu sehen gab. Ein Gitterzaun, schlechtes Licht sowie lediglich herumliegende Raubkatzen ermöglichten leider keine schönen Bilder, so wie man sie aus dem Internet kennt.

Zwischenzeitlich hatte Basti mit dem Autofokus seines Objektives zu kämpfen. Im Hintergrund bemerkte ich ein paar Buchfinken, die hinter uns durch das Laub huschten und nach Futter suchten. Kurz darauf waren sie auch schon wieder ums Eck verschwunden und ich nahm die Verfolgung auf. Ich schlich mich langsam an, wurde aber schon beobachtet. Kurz vor dem Abflug eines Buchfinken konnte ich ein Foto schießen, das ich als eines meiner besten Bilder erachte. Streng genommen war es ein Glückstreffer, ich hatte ungefähr eine Sekunde Zeit auf den Auslöser zu drücken. Die kleinen Finken sind wirklich äußerst scheu und mit 200 mm Brennweite am Crop kann man so ein kleines Tier unmöglich formatfüllend fotografieren. Dafür hätte ich wohl ein 500 f/4 gebraucht – und bis ein solches Kanonenrohr mitsamt Telekonverter aufgebaut ist, ist der Buchfink schon über alle Berge.

Danach entdeckten wir noch ein Gehege mit ein paar Eulen. Das Gehege war mit einem relativ dichten Draht überdeckt, das auf allen Bildern zu sehen war. Ein Bild habe ich mir mal herausgenommen und den Draht so weit wie möglich mit Photoshop unsichtbar gemacht. Dies ist mir leider nur weniger gut gelungen. Trotzdem will ich euch das schöne Tier nicht vorenthalten:

Abschließend gab es noch ein paar Enten zu sehen, welche wir gemütlich, sitzend auf einer Bank, fotografierten.

Ich hoffe euch hat mein Bericht zum Wildpark Hundshaupten gefallen, vielleicht kommt ihr auch selbst mal dorthin. Über konstruktive, positive wie negative Kritik, freue ich mich jederzeit!

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