Fotografien, 1/2012

Ich habe zu Beginn dieses Jahres recht viele Filme belichtet, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich Gefallen daran finde, Erlebnisse und Begegnungen zu dokumentieren. Nichts Gestelltes oder nachträglich Bearbeitetes, einfach nur festgehaltete Momente. Ungeschminkte Realität.
Mir gefällt weiterhin die Art der Präsentation solcher Erlebnisse. Sehr lange Einträge, viele unterschiedliche Bilder, aufgenommen über einen gewissen Zeitraum. Kleine Anekdoten darunter, die ein wenig Information zur Geschichte hinter einer Aufnahme vermitteln. Diese Art der Präsentation ist nicht von mir, ich habe sie so bei Severin endeckt, welcher sie seit kurzem wieder eingeführt hat, YAY! Mir gefiel das alles so gut, dass ich dort manchmal stundenlang interessiert Bilder betrachtete und kleine Geschichten dazu las. In ähnlicher Form machen das die geschätzten Kollegen Pascal und Arne übrigens schon länger, allerdings ohne Kommentare. Nun ist mein Leben freilich nicht das aufregendste. Dennoch war ich so fasziniert von dieser Art, Geschichten in Form von Bild und Text zu erzählen, dass ich es nun selbst versuche. Hat ja bereits im ersten Artikel dieses Jahres recht gut funktioniert. Vielleicht ändert sich das Schema auch wieder, für den Augenblick mag ich es aber. Hatte zuerst Bedenken, ob das gut so ist, wie es ankommt und überhaupt. Dann fiel mir jedoch ein, dass mir das egal ist und ich hier ja machen kann, was ich will :cool:. (mehr …)

Xtol. Xtol? Xtol!

Eigentlich aus einer Laune heraus habe ich mal ein Päckchen Xtol bestellt. Brauchte sowieso wieder Filme. Nun habe ich allerdings noch nie mit Pulverentwicklern gearbeitet, weshalb die ganze Chose schon wieder zu einer kleinen Herausforderung heranwuchs. Erstmal reichlich destilliertes Wasser sowie zusätzlich einige Chemikalienflaschen besorgt. Sollte eigentlich ziemlich simpel ablaufen, das Ansetzen. Ich also einen Liter aus dem Kanister mit destilliertem Wasser umgefüllt und Teil A eingefüllt. Schonmal saudämlich. Mir fiel nämlich erst danach auf, dass ich gar nichts passendes zum rühren habe. War aber eigentlich egal, da sich das ganze Pulver sowieso schon als steiniger Klumpen am Kanisterboden abgesetzt hatte. Lief also schonmal super. Wenn man beim Zugeben des Pulvers nicht konstant rührt, wird das anscheinend tatsächlich hart wie Stein und lässt sich danach nicht so einfach auflösen. Ich also endlich einen langen Stab gefunden und den Batzen erstmal in grobe Stücke zertrümmert. Danach das Wasser samt Klumpen in eine große Schüssel umgefüllt und weiter zerkleinert. Nach etwa 30 Minuten war tatsächlich alles aufgelöst. Total easy also :cool:. Beim Zumischen von Teil B habe ich dann konstant gerührt und wie erwartet gab es keine Probleme. Wieder was gelernt. Danach hab ich die ganze Suppe in 4 Chemikalienflaschen gefüllt und jeweils einen Pups Protectan zugegeben. 4 Flaschen nur übrigens, weil mir beim Umfüllen hier und da natürlich was versappt ist, klar.

Entwickeln dann natürlich wie gewohnt. Wobei, war schon eine Umstellung mal wieder zu kippen, hatte ich mich doch so an die faule Standentwicklung gewöhnt. Andererseits geht’s so deutlich schneller. Ich hatte erst wirklich Angst, ob der Entwickler nach meiner Malträtierung noch was taugt. Klumpen, Verschütten und so. Letztendlich ging aber alles gut, zumindest war ich mehr als zufrieden mit den Ergebnissen, sowohl bei Kleinbild- als auch 120er Film. Schöne Kontraste, mittelfeines, sehr gleichmäßiges Korn und wirklich äußerst scharf. Ich möchte nichts vorwegnehmen, aber Xtol könnte einer meiner Lieblinge werden. Lediglich beim Temperieren einer 1:1 Arbeitslösung hakt es noch ein wenig. Wie macht ihr das?

Mehr Bilder mit Xtol gibt’s im nächsten langen Eintrag, an welchen ich mich die Tage mal ranmache.

Suppe

Ich koche.

Suppengemüse waschen und grob schneiden. Rindfleisch kurz abwaschen und ebenfalls in grobe Stücke schneiden. Alles in einen großen Topf geben und kräftig anschwitzen. Anschließend mit ausreichend Brühe ablöschen. Kartoffeln schälen, würfeln und zugeben. Alles kurz aufkochen, danach etwa eine Stunde simmern lassen. Zwischenzeitlich Kaminwurz zugeben. Heiß servieren mit kräftigem Brot und Petersilie.

Eigentlich kann man nichts falsch machen, freue mich dennoch ein wenig. Ist sehr gut gelungen.

Immerhin was für’s Gewissen getan

Ich hab hier zwischendurch mal wieder ein paar digitale Aufnahmen. Folgende Situation: Seit einem Jahr wünsche ich mir schon Nebel wie zu Beginn des Jahres, am liebsten bequem dann, wenn ich gerade aufstehe. Scheint aber nicht zu passieren. Ein paar Mal verpasse ich dann gute Gelegenheiten, aus Zeitmangel oder Faulheit. (mehr …)

Was so los ist im Januar 2012


Mal ein kurzes Update zwischendurch. Zur Zeit ist relativ viel zu tun, weswegen ich nicht so häufig posten kann. Momentan spiele ich vor allem mit der Leica rum und entwickle fleißig Filme. Review kommt. Neben “geplanten” Shootings oder Fotowalks gefällt mir zur Zeit vor allem die Dokumentation. Sehr ungezwungen und erfrischend. Ich nehm die Kamera meistens einfach mal mit und schaue was sich ergibt. Die Ergebnisse gibt’s dann wieder in einem langen Fotopost wie dem letzten.


Außerdem hatte ich die Gelegenheit relativ günstig an eine Kiev 88 zu kommen und schlug spontan zu. Ich gebe zu, im Bereich Mittelformat kenne ich mich absolut nicht aus und so setze ich da momentan langsam einen Fuß vor den anderen. Das Fieber brach aber direkt mit dem ersten Anfassen aus, was ich schonmal als positiv vermerke.

Weiterhin habe ich mir vor ein paar Tagen eine kleine Menge Kaliumbromid gekauft, welches vor allem Reinhold zur Entwicklung mit Caffenol immer wieder empfiehlt. Die ersten Ergebnisse waren zwar eher ernüchternd, aber ich denke es ist noch zu früh ein Resümee zu verfassen. Ich werde also erstmal ohne große Push-Experimente einige Filme auf boxspeed entwickeln und eine entsprechende Menge KBr zusetzen.

Ach ja, bevor ich’s vergesse: Max hatte die Idee, einen Fotowalk durch Nürnberg zu machen. Wir setzen mal Anfang Februar an, ein genaues Datum wird noch festgelegt. Walter und Basti haben Interesse bekundet, ich denke da finden sich doch noch einige. Wer hat Lust?

Jahreswechsel analog

Ich habe mal noch ein paar Bilder zusammengewürfelt, die zum Jahresende entstanden sind. Eine ziemlich bunte Mischung, viel Spaß.
Bunt, haha…

Habe relativ spontan die Dokumentation für mich entdeckt. Bedeutet, ich halte einfach alles mögliche fest, was ich so erlebe. Macht unheimlich Spaß. Die M6 und ich werden langsam Freunde, ich nehme sie meistens einfach mal mit und halte bei Gelegenheit ein paar Momente fest. Das Summilux ist klasse, vor allem nachts oder in dunklen Innenräumen kann ich ganz bequem auf f/2.8 oder weiter aufdrehen und habe noch akzeptable Schärfe. (mehr …)