Tagebuch: 05.12.18

Hektik am morgen. Kurzerhand noch einmal zur Kryokonservierung um 8 Uhr. Sehe hier immer wieder junge Männer mit verunsicherten Gesichtern. Viele Geschichten, Schicksalsschläge. Ich erledige was zu tun ist und gehe direkt in die Ambulanz für den ersten Infusionstag. Auf dem Weg dahin noch eine Telefonkarte für WLAN besorgt. 1€ pro Tag, ganz in Ordnung aber organisatorisch zu umständlich. Karte an der Anmeldung holen, Karte aufladen, Service buchen. Aber erstmal eingerichtet funktioniert immerhin alles.

Bekomme 3 Beutel Chemo und dazu Schutz für Blase und viel NaCl- Lösung zum spülen. Geht zügig voran, werde um 10 angestochen und bin um 14 Uhr fertig. Bin etwas benommen und abgeschlagen. Alles was ich eingenommen habe, beginnt langsam zu wirken. Olga holt mich ab und wir essen daheim recht früh zu abend. Beide platt vom Tag.

Noch viele Gedanken, bin aber zu schwach mich zu konzentrieren. Notizen helfen. Kurz ein paar Minuten raus, die kalte Luft des Waldes einsaugen.

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