Agenturalltag, toller Sommer, die Diagnose

In großen Schritten Richtung heute. Also bild- und bericht-technisch. In diesem Eintrag: Mitte 2018 bis Anfang 2019. Hier war in der Tat einiges los. Voll motiviert das eigene Designbüro vorangebracht, den wunderbaren Sommer mit wunderbaren Menschen und der besten Freundin genossen und zur Krönung noch Diagnose Krebs abgestaubt. Was? Ja.

Nach einem tiefen Tief bin ich inzwischen wieder ziemlich fit, physisch und psychisch. Allerdings war der Winter gegen Ende letzten Jahres wirklich dunkel. Steht ja schon einiges in den Tagebuch-Einträgen, gerne mal durchscrollen. Hier also noch ein paar Bilder dazu.

Dokumentationen für Simonas Abschlussprojekt “Wohnzimmer zur Mitte“. Jeden Sonntag Nachmittag eine kleine Veranstaltung in einem Wohnzimmer in der Nachbarschaft. Konzert, Kabarrett, Zauberkunst.

Mit jeder Veranstaltung kamen mehr und mehr interessierte Leute aus der Nachbarschaft.

Teilweise wurde es richtig eng.

Nico zaubert.

Detail

Gartenarbeit

Am See

Herrlicher Sommer.

Am Grundstück von Andi und Irina. Hier steht heute schon ein schickes Haus!

Bereits im Frühling 2018 war ich nicht mehr ganz fit. Überweisung vom Arzt -> Kompletter Check im Krankenhaus -> Glückwunsch, sie haben Krebs. Mh. 2018 wurde anstregend.

Viele Untersuchungen bis eine endgültige Diagnose feststand. Und einige Nächte in verschiedenen Krankenhäusenr, inklusiver aller Annehmlichkeiten. Hätte ich hier noch keinen Krebs gehabt, nach dem Essen dort schon.

Hodgkin-Lymphom, also ein “klassischer” Lymphkrebs, zählt wie etwa Leukämie zu den “Systemkrebsarten” und ist hervorragend behandelbar (Was ein Glück).

Peters Jacke. Während ich noch total voller Angst und Unsicherheit war, wie es weitergeht, hat Peter schön jeden Tag während der Chemo auf dem Balkon eine nach der anderen geraucht.

Krankenhausfarben

Detail

Mein Kopf so.

Irgendein Morgen im Mai.

Nachmittag mit der Familie. Noch nie so schön gewesen.

Bastis

Gympie Gympie Büro, Zukunft zum damaligen Zeitpunkt ungewiss. An sich ist schon ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen. Schöner, kleiner, heller Ladenraum, paar Rechner und Tische und Sofas und gute Kaffeemaschine rein, Akquise, Aufträge, Kundenkontakt, erste Umsätze generieren. Das alles mit tollen Leuten. Könnte ich erstmal ein paar Jahre so machen. Doch wie es so kommt, kommt es anders.

Minze

Wieder eine “Wohnzimmer zur Mitte”-Veranstaltung im Juni.

Geburtstag

Kurze Auszeit in Österreich. Bergsee wie aus dem Katalog.

Schöner kleiner Job

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Sprung in den Dezember! Mittlerweile ist alles diagnostiziert und vorbereitet, Behandlungsbeginn Anfang Dezember. 4 Zyklen Chemotherapie und 2 Wochen Bestrahlung. Alles ambulant im Uniklinikum Erlangen. Wuff.

Eine Woche vor Weihnachten.

Entgegen meiner Befürchtung brauche ich immerhin nur in seltenen Fällen einen Mundschutz. Hier allerdings schon, wir haben einen neuen alten Tisch vom Flohmarkt poliert.

Krankgeschrieben, nur eingeschränkt mobil, da werden die Tage schon mal lang. Ergo ist eine gute Planung unabdingbar. Um nicht durchzudrehen und so. Hilft wirklich. Hier: Frühstück.

Netterweise hat mein behandelnder Oberarzt den ersten Zyklus so gelegt, dass ich um Weihnachten rum die erste Pause hatte. Zum Verständnis: 1 Zyklus = 3 Wochen, davon 2 Wochen Therapie, 1 Woche Pause. 2 Wochen Therapie = 3x in der ersten und 1x in der zweiten Woche in KH für Infusionen, jeweils 2-3 Stunden. Geht also eigentlich.

24. 12. bei Mama. Entgegen meinen Befürchtungen gings mir richtig gut, ich war fit und hungrig und wach und gut drauf. Gerade die ersten zwei Wochen Therapie haben nämlich richtig heftig eingeschlagen, so dass ich fast nur liegen konnte und richtig depressiv wurde.

25. 12. bei Olgas Familie. Einmal im Jahr gibts Gans. Gottseidank konnte ich die super genießen. Sind so die eigentlichen Sorgen, dass das Essen nicht mehr schmeckt und so.

Therapie hat meinen Körper schon ganz schön ausgelaugt. Aber wenns hilft. Hatte ausserdem genug Reserven drauf. Haben die sich wenigstens auch mal gelohnt.

Geschenke ausprobieren. Also Papa und Opa.

Nächster Tag, weiter gehts.

Spaziergang

27. 12. Ende der Pause, Start Zyklus 2. Also wieder 3 Tage am Stück Infusionen.

26. 12. mit Onkel und Oma. Die mich inspiriert hat, iCloud Notizen zu kicken und wieder Tagebuch und Füller zu nutzen. Meditative Entschleunigung.

Fast schon romantisch.

Connected via Power Port.

Kurz vor Jahreswechsel. Wunderbares Wetter. Bewegung tat und tut unglaublich gut, sowohl Körper als auch Psyche.

Old-school Spotify. Viel besser.

Ende 2018. Gympie Gympie wird eingestampft. Ironischerweise hat sich meine größte Sorge, dass das Projekt sich wirtschaftlich nicht trägt, überhaupt nicht bewahrheitet. Wir waren ganz gut ausgelastet, Tendenz steigend. Dass uns dagegen private Umstände wie Krankheiten oder Schwangerschaften zu einer Auszeit zwingen, war natürlich nicht eingeplant.

Oma

Hallo 2019! Du wirst spannend.

Eine leere Packung Natulan, Chemo zum Schlucken, die ich pro Zyklus 7 Tage lang zusätzlich zu den Infusionen einnehmen muss.

Detail

Im Wald mit Olga.

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